Séché Environnement eröffnet „Le Chêne“, seinen neuen Hauptsitz in Laval (Frankreich)


Als langjähriger Wirtschafts- und Industriebetrieb im Departement Mayenne wurde diese familiengeführte Unternehmensgruppe vor mehr als 40 Jahren in Changé gegründet. Séché Environnement, das sich stark für seine Heimatregion engagiert, schlägt nun ein neues Kapitel in seiner lokalen Geschichte auf und richtet seinen Hauptsitz in Le Chêne ein, im Herzen des Bahnhofsviertels von Laval (25, rue des trois Régiments).
Auf einem ehemaligen Brachgelände der SNCF gelegen, haucht Le Chêne einem bereits bebauten Gebiet neues Leben ein. Dieses Projekt steht im Einklang mit den Zielen von Zero Net Land Take (ZAN), bei denen die Stadterneuerung Vorrang vor der Inanspruchnahme neuer Naturflächen hat.
Das Gebäude, das alle Supportfunktionen von Séché Environnement beherbergen soll, liegt in der Nähe wichtiger Schienen- und Straßenverkehrsachsen, um die Kommunikation mit allen Standorten der Gruppe sowie mit ihren Kunden sowohl in Frankreich als auch international zu erleichtern.
Dieser Standort fördert zudem eine nachhaltigere Mobilität für die Mitarbeiter, indem er die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und kohlenstoffarmer Fortbewegungsmittel begünstigt.
“Mit „Le Chêne“ schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte von Séché Environnement auf. Getreu unseren Wurzeln in der Region Mayenne wollten wir in Laval einen Ort schaffen, der die Werte unserer Unternehmensgruppe widerspiegelt: Nachhaltigkeit, Innovation und Zukunftsorientierung. Dieser neue Hauptsitz wurde so konzipiert, dass er unseren Mitarbeitern ein hochwertiges Arbeitsumfeld bietet und gleichzeitig unser Engagement für den ökologischen Wandel und den Schutz des Lebens konkret verkörpert.”
Ein Arbeitsbereich, der auf Wohlbefinden und neue Arbeitsweisen ausgelegt ist
Le Chêne wurde unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Mitarbeiter konzipiert und bietet eine hochwertige, funktionale und anpassungsfähige Arbeitsumgebung. Mit einer Gesamtfläche von 9.500 m², darunter 4.000 m² Bürofläche, bietet das Gebäude Platz für fast 280 Mitarbeiter.
Als wahrer Lebensraum öffnet es sich zu mehr als 1.000 m² Außenflächen und fünf Terrassen und fördert so Momente der Geselligkeit und Entspannung.
Die Innenraumgestaltung wurde so konzipiert, dass sie der Vielfalt der Arbeitsstile und den Bedürfnissen der Teams gerecht wird. Jede Etage bietet daher Räume, die auf verschiedene Tageszeiten zugeschnitten sind und zwischen dynamischen Bereichen (zur Förderung von Interaktion, Kreativität und Zusammenarbeit) und ruhigeren Zonen (für Konzentration und individuelles Arbeiten) wechseln.
Die Lebensqualität am Arbeitsplatz war Leitmotiv aller architektonischen und technischen Entscheidungen. Das Gebäude setzt auf natürliches Licht durch große Fenster und von Tageslicht durchflutete Treppenhäuser. Zahlreiche Räume für Besprechungen und den sozialen Austausch runden das Konzept ab. Der thermische Komfort stand ebenfalls im Mittelpunkt, wobei die Leistung bereits in der Entwurfsphase durch dynamische Simulationen optimiert wurde.
Schließlich ist nachhaltige Mobilität vollständig in das Projekt integriert. Der Standort verfügt über sichere Fahrradabstellplätze mit Ladesteckdosen, Umkleideräume mit Duschen sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge und profitiert von einer guten Anbindung an das Schienen- und Straßennetz von Laval, was den täglichen Arbeitsweg erleichtert und gleichzeitig die Umweltbelastung verringert.
Ein Maßstab für kohlenstoffarme Architektur in Mayenne
Entworfen vom Architekturbüro Art & Build Architectes verkörpert Le Chêne eine zeitgemäße und verantwortungsbewusste Vision des Arbeitsplatzes. Als Ergebnis eines kooperativen Ansatzes, der Architekten, Ingenieure, Ökologen, Mitarbeiter und den Bauherrn zusammenbrachte, wurde dieses Projekt rund um ein gemeinsames Ziel konzipiert: die Schaffung eines energieeffizienten, komfortablen und lebendigen Gebäudes.
Le Chêne zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Umweltbilanz aus. Sein Primärenergieverbrauch liegt mehr als 40 % unter den Anforderungen der Umweltvorschriften RE 2020. Auch hinsichtlich des mit dem Bau verbundenen CO₂-Fußabdrucks erfüllt es bereits die von RE 2020 für zukünftige Gebäude ab 2028 festgelegten CO₂-Grenzwerte und liegt damit sogar noch vor den ehrgeizigsten gesetzlichen Vorgaben.
Ein Gebäude mit der Zertifizierung „BREEAM® Excellent“
Dank dieses vorbildlichen Ansatzes erhielt das Gebäude die Bewertung „Excellent“ im Rahmen der BREEAM International New Construction-Zertifizierung die Bewertung „Excellent“ zu erreichen. Diese internationale Auszeichnung, verliehen von BRE Global verliehen wird, würdigt die Umweltqualität des Projekts und die hohen Standards, die in jeder Phase der Planung und des Baus angewendet wurden.
BRE Global ist die internationale Zertifizierungsstelle des Building Research Establishment (BRE), das das BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) entwickelt hat, einen der weltweit führenden Standards zur Bewertung der Umweltleistung von Gebäuden
Holz, das für die Tragkonstruktion, die Fassaden, die Innenausstattung und die Einbaumöbel verwendet wird, ist das architektonische Markenzeichen des Projekts. Über seine ästhetischen und komfortablen Eigenschaften hinaus trägt es zur Kohlenstoffbindung bei und hilft, die Umweltbelastung des Gebäudes zu verringern.
„Le Chêne“ wurde mit dem Ziel konzipiert, den Energieverbrauch zu minimieren, und kombiniert eine energieeffiziente Gebäudehülle mit der Nutzung erneuerbarer Energien.
Eine auf dem Dach installierte 31-kWp-Photovoltaikanlage erzeugt jährlich fast 33.000 kWh Strom und deckt damit etwa 40 % des Strombedarfs des Gebäudes.
Die Beheizung erfolgt über einen Holz-Biomassekessel, der fast 47 % des gesamten Energieverbrauchs des Gebäudes decken wird. In Kombination mit einer Hochleistungsdämmung und einer außergewöhnlich hohen Luftdichtheit trägt dies dazu bei, den Energiebedarf nachhaltig zu senken und gleichzeitig zu jeder Jahreszeit optimalen thermischen Komfort zu gewährleisten.
Das Projekt wurde gemäß den Anforderungen der BREEAM® Excellent-Charta für umweltfreundliche Baustellen durchgeführt und unterlag strengen Vorgaben zur Abfallwirtschaft. Dank einer Sammelstelle für Bauabfälle konnten 97 % der Abfälle recycelt werden, womit das Ziel von 85 % übertroffen wurde.
Ein Standort, der darauf ausgelegt ist, die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern
Der Erhalt der Artenvielfalt wurde von Beginn der Projektplanung an berücksichtigt. Das Gebäude wurde daher so konzipiert, dass seine Auswirkungen auf Ökosysteme begrenzt werden, insbesondere durch die Reduzierung der Lichtverschmutzung, den Verzicht auf Elemente, die als Fallen für Wildtiere wirken könnten, sowie die Verwendung natürlicher oder wiederverwendeter Materialien.
Die Außenanlagen wurden so gestaltet, dass sie als Rückzugsgebiete für die Artenvielfalt dienen. Einheimische und heimische Bepflanzungen, Nistkästen für Vögel und Fledermäuse, Lebensräume für Insekten und Igel, Hummelnester sowie Futterstellen tragen dazu bei, ein Umfeld zu schaffen, das der lokalen Flora und Fauna zugutekommt. Um die langfristige ökologische Qualität des Geländes zu gewährleisten, findet eine regelmäßige Überwachung der Entwicklungen statt, um die Nachhaltigkeit der geschaffenen Lebensräume sicherzustellen.
Diese Initiative ist Teil des Engagements der Gruppe für die Artenvielfalt, insbesondere durch ihre Beteiligung an der Act4nature International. In Zusammenarbeit mit dem Verein Les Abeilles Mayennaises angeboten, um das Bewusstsein für die unverzichtbare Rolle der Bestäuber und die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Erhalt der Artenvielfalt zu schärfen.
Nachhaltige Innenarchitektur, inspiriert von der Region
Die Innenarchitektur wurde im Einklang mit den Umweltverpflichtungen der Gruppe entworfen und legt den Schwerpunkt auf nachhaltige Materialien, recycelbare Materialien sowie Materialien aus verantwortungsvollen Lieferketten. Alle Möbel erfüllen anerkannte Umweltzertifizierungen wie FSC® und PEFC™.
Das Projekt hebt zudem lokales Handwerk hervor: Mehr als die Hälfte der Möbel wurde in Frankreich hergestellt – insbesondere die in der Touraine gefertigten Arbeitsplätze –, während der Rest von europäischen Herstellern stammt, die aufgrund ihres Engagements für Qualität und Nachhaltigkeit ausgewählt wurden.
Innovation und die Kreislaufwirtschaft spielen bei den Designentscheidungen eine zentrale Rolle. Einige Elemente wurden daher unter Verwendung von recycelten und wiederverwendeten Materialien entworfen, wie beispielsweise Tischplatten aus Brauereiabfällen und Lebensmittelverpackungen (Instead Mobilier, Nantes) oder Materialien, die recycelte Muscheln enthalten (Ostrea, Rennes).
Die Identität des Gebäudes ist von der Region Mayenne und der Geschichte des Standorts Changé inspiriert. Ocker- und Tontöne, natürliche Materialien sowie das Zusammenspiel von mineralischen und pflanzlichen Texturen schaffen eine warme und beruhigende Atmosphäre.
Durch seine Innenarchitektur verkörpert Le Chêne die Mission von Séché Environnement: Materialien zu verwandeln, um ihnen einen neuen Wert zu verleihen, und gleichzeitig den Mitarbeitern ein inspirierendes Arbeitsumfeld im Einklang mit der Natur zu bieten.
Kennzahlen
Ein Großprojekt, das auf dem Fachwissen der Region aufbaut
Entwickler
Projektmanagement
- Leitendes Architektur- und Landschaftsplanungsbüro: ArtBuild Architectes
- Büro für Ausführungsplanung: Kostenplaner, Technischer Leiter und Projektmanager (Projektmanagement & Projektmanagement-Dienstleistungen)
- Bauingenieurbüro für Holz- und Metallkonstruktionen: Ingebois
- Bauingenieurbüro für Betonbau: Arest
- Ingenieurbüro für Gebäudetechnik: Apromo
- Tiefbau- und Versorgungsunternehmen: Abeil
- Akustikberater: ITAC
- Geotechniker: APC Ingénierie
- Leitendes Architektur- und Landschaftsplanungsbüro: ArtBuild Architectes
- Büro für Ausführungsplanung: Kostenplaner, Technischer Leiter und Projektmanager (Projektmanagement & Projektmanagement-Dienstleistungen)
- Bauingenieurbüro für Holz- und Metallkonstruktionen: Ingebois
- Bauingenieurbüro für Betonbau: Arest
- Ingenieurbüro für Gebäudetechnik: Apromo
- Tiefbau- und Versorgungsunternehmen: Abeil
- Akustikberater: ITAC
- Geotechniker: APC Ingénierie
Kontrolle und Überprüfung
- Prüfstelle: Socotec
- Prüfstelle: Socotec
Koordination und Sicherheit
- Koordination SPS: Apave
- Koordination SPS: Apave
Projektmanagement und Unterstützung
- Auftraggeber: SCI Pégase 1 – Séché Environnement
- Technische Beratung: Redimm
- Berater für Umwelt- und Funktionsplanung – BREEAM: Addenda
- Innenarchitekt: B.ART
- Ökologe: Sylvain Letourneau — Séché Environnement
- Auftraggeber: SCI Pégase 1 – Séché Environnement
- Technische Beratung: Redimm
- Berater für Umwelt- und Funktionsplanung – BREEAM: Addenda
- Innenarchitekt: B.ART
- Ökologe: Sylvain Letourneau — Séché Environnement
Bauunternehmen
- Stützkonstruktionen: NGE Fondations
- Erdarbeiten / Straßen- und Versorgungsnetze: Charier FTPB
- Bauarbeiten: Legendre
- Geschlossener, überdachter Großgrundstück: LCA Construction Bois
- Schlosserei / Metallbau: Atelier David
- Trennwände / Verkleidungen: Plafitech und SATI
- Innenausbau aus Holz: Heude Bâtiment
- Doppelböden: Gamma Industries
- Bodenbeläge & Farben: Lucas
- Aufzüge: Otis
- Garten- und Landschaftsbau: Leroy Paysages
- Sanitär / Heizung, Lüftung und Klimatechnik: CSM
- Elektrotechnik / Gebäudeautomation / Solarenergie: Isolec
- Stützkonstruktionen: NGE Fondations
- Erdarbeiten / Straßen- und Versorgungsnetze: Charier FTPB
- Bauarbeiten: Legendre
- Geschlossener, überdachter Großgrundstück: LCA Construction Bois
- Schlosserei / Metallbau: Atelier David
- Trennwände / Verkleidungen: Plafitech und SATI
- Innenausbau aus Holz: Heude Bâtiment
- Doppelböden: Gamma Industries
- Bodenbeläge & Farben: Lucas
- Aufzüge: Otis
- Garten- und Landschaftsbau: Leroy Paysages
- Sanitär / Heizung, Lüftung und Klimatechnik: CSM
- Elektrotechnik / Gebäudeautomation / Solarenergie: Isolec



