Trédi vernichtet 5.000 Flaschen Lachgas, die von den Sicherheitskräften beschlagnahmt wurden

An ihrem Standort in Saint-Vulbas im Departement Ain hat Trédi, eine Tochtergesellschaft der Séché Environnement-Gruppe, eine Lieferung von 5.000 Flaschen mit Distickstoffmonoxid entgegengenommen, die von den Behörden beschlagnahmt worden waren. Auf Anfrage der Behörden hat das Unternehmen in Rekordzeit eine technische Lösung entwickelt, mit der diese gefährlichen Abfälle unter maximalen Sicherheitsbedingungen entsorgt werden können.

Ein Großprojekt, das Trédi anvertraut wurde
Eine immer seltener werdende Ladung traf kürzlich am Trédi-Standort in Saint-Vulbas ein: 5.000 Flaschen mit Distickstoffmonoxid, die von den Strafverfolgungsbehörden im Rahmen der Bekämpfung des illegalen Handels mit dieser Substanz beschlagnahmt worden waren. Um diese unter Bedingungen zu vernichten, die sowohl die Sicherheit als auch den Umweltschutz gewährleisten, benötigten die Behörden einen Spezialisten für die thermische Behandlung gefährlicher Abfälle.
Anerkanntes Know-how in der Aufbereitung von Industriegasen
Dank seiner eigens dafür eingerichteten Abteilung „Atelier Gaz Spéciaux“ hat Trédi wertvolles Fachwissen aufgebaut: die Aufbereitung von Gasflaschen für industrielle Zwecke am Ende ihrer Lebensdauer. Die speziell geschulten Teams sind in der Lage, die Flaschen zu entleeren und die darin enthaltenen gefährlichen Gase oder Treibhausgase bei sehr hohen Temperaturen zu verbrennen. Die Metallflaschen werden anschließend im Sinne der Kreislaufwirtschaft zur Wiederverwendung oder zum Recycling zurückgewonnen.
Doch selbst für diese Spezialisten war die zügige Aufbereitung von 5.000 Flaschen mit einem Fassungsvermögen von nur 2 Litern keine leichte Aufgabe. Mit bemerkenswerter Reaktionsfähigkeit entwickelten sie in Rekordzeit die Organisation und die geeigneten technischen Lösungen, um diese „Proto“-Flaschenströme von bisher ungekanntem Ausmaß zu bewältigen.
Lachgas, eine Substanz, die von ihrem ursprünglichen Verwendungszweck abgezweigt wurde
Diese Aktion findet vor dem Hintergrund besorgniserregender gesundheitlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen statt. Lachgas (N₂O), das seit langem im medizinischen Bereich als Schmerzmittel und in der Küche als Treibgas verwendet wird, ist eine vollkommen legale Substanz. Doch seit mehreren Jahren wird es zweckentfremdet, und sein Konsum in Form von „Lachgas“-Ballons hat sich spektakulär ausgebreitet. Dies geht so weit, dass der Konsum von „Proto“ oder „Ballons“ mittlerweile als echtes Problem der öffentlichen Gesundheit angesehen wird.
Sobald sie leer sind oder noch Restgas enthalten, gelten Lachgasflaschen als Sondermüll. Daher dürfen sie nicht über den Hausmüll oder die herkömmlichen Metallrecycling-Kanäle entsorgt werden: Sie müssen zwingend von zugelassenen Entsorgungsstellen übernommen werden, die in der Lage sind, ihre Behandlung unter Bedingungen zu gewährleisten, die die Sicherheit der Menschen und den Schutz der Umwelt gewährleisten.
Zu dieser gesundheitlichen Herausforderung kommt eine operative Schwierigkeit hinzu, die den Akteuren der Abfallwirtschaft wohlbekannt ist. Allzu oft auf öffentlichen Straßen zurückgelassen oder falsch sortiert, verursachen die gebrauchten Flaschen immer häufiger Zwischenfälle: Wenn sie versehentlich in Verbrennungsöfen gelangen, verursachen sie Explosionen, die erhebliche Sachschäden und hohe Wartungskosten nach sich ziehen können.
Bei Séché Environnement mussten alle Geschäftsbereiche Maßnahmen ergreifen, um dem Problem der „Proto“-Flaschen zu begegnen:
- Für Altflaschen, die normalerweise auf der Wertstoffsammelstelle landen, musste Triadis, der Spezialist für die Sortierung und Zusammenführung gefährlicher Abfälle, eine spezielle Werkstatt einrichten, um die Gasreste zu entleeren und anschließend die Kunststoffteile von den Metallflaschen zu trennen, um das Recycling zu erleichtern.
- Bei Flaschen, die versehentlich in Energieverwertungsanlagen landen, sind unsere Teams gezwungen, die Wartungsmaßnahmen zu verstärken.
Trédi hat Lösungen für einen neuen Abfallstrom gefunden: den der vollen Flaschen, die den Akteuren eines stark wachsenden illegalen Handels beschlagnahmt wurden.