
Auswirkungen der Vorschriften nach dem Lubrizol-Unfall auf Seveso-Standorte: Empfehlungen von Séché Urgences Interventions
Nach dem Brand bei Lubrizol im Jahr 2019 wurden neue Vorschriften erlassen, um die Maßnahmen zur Risikoprävention an Seveso-Standorten zu verstärken. Interner Einsatzplan (POI), Krisenreaktionskapazitäten, Schulung des Personals... Séché Urgences Interventions, Spezialist für Umweltnotfälle, gibt einen Überblick über die Auswirkungen der neuen Verpflichtungen.

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Im September 2020, ein Jahr nach dem Brand bei Lubrizol in der Nähe von Rouen, veröffentlichte das Ministerium für ökologischen Wandel neue Rechtsvorschriften (Dekret Nr. 2020-1168 vom 24.09.2020). Ziel: Verstärkung der Risikoprävention an Industriestandorten, insbesondere an Seveso-Standorten, an denen gefährliche Stoffe hergestellt, gelagert oder einfach nur gehandhabt werden.
Die betroffenen Industriezweige müssen insbesondere ihren internen Einsatzplan (POI) überarbeiten, um Folgendes aufzunehmen:
- Ein Verfahren zur Reinigung und Sanierung der Umwelt im Falle eines Unfalls mit Auswirkungen auf die Umwelt.
- Bestimmungen zur Unterstützung von Maßnahmen zur Schadensminderung außerhalb des Standorts.
- Bestimmungen zur Durchführung der ersten Umweltprobenahmen.
- Ein Schulungsplan zur Vorbereitung des Personals auf alle Notfallsituationen am Standort.
„Unsere oberste Priorität ist es, alles zu tun, damit sich Brände dieses Ausmaßes nicht wiederholen.”
Barbara Pompilli, Ministerin für ökologischen Wandel
| EIN ENGER ZEITPLAN | |
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Prävention von Umweltrisiken: Empfehlungen von Séché Urgences Interventions
Séché Urgences Interventions ist Spezialist für Umweltnotfälle. Seine Teams greifen in Krisensituationen ein, sorgen für die Dekontaminierung vor Ort und kümmern sich um den Transport und die Behandlung der Abfälle in zugelassenen Anlagen.
- Jederzeit einsatzbereit sein
Risikostandorte sind verpflichtet, in ihrem POI die für die Sanierung und Reinigung nach einem Unfall vorgesehenen Mittel und Methoden festzuhalten. Wenn ein schwerwiegendes Ereignis eintritt, gilt: Je schneller eingegriffen wird, desto geringer sind die Auswirkungen auf die Umwelt. Für den Betreiber ist es unerlässlich, einen Partner zu wählen, der die Verfügbarkeit und den reibungslosen Betrieb der geeigneten Einsatzgeräte rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche gewährleistet. Er muss auch in der Lage sein, das gesamte Abfallmanagement zu übernehmen und die gesamte Behandlungskette zu kontrollieren.
- Begleitung der Beziehungen zu staatlichen Stellen und Interessengruppen
Feuerwehr, Gendarmerie, Versicherungen, DREAL, DDTM, DREETS, Präfektur... Bei einem Unfall mit Auswirkungen auf die Umwelt sind zahlreiche Interessengruppen beteiligt. Daher ist es wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, der allen Beteiligten bekannt ist und der das für einen effizienten und reibungslosen Ablauf notwendige Vertrauensklima schaffen kann.
- Vorbereitung einer wirksamen Notfallmaßnahme
Um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, müssen Seveso-Standorte einen Notfallplan mit geeigneten und klar definierten Vorgehensweisen für den Fall eines Unfalls eingerichtet haben. Um einen Notfalleinsatz bestmöglich vorzubereiten, muss das Partnerunternehmen im Vorfeld eine Reihe von Informationen und Daten sammeln, damit es am Tag X so effizient wie möglich handeln kann. Dem Betreiber kann somit eine vollständige Standortüberprüfung angeboten werden, die zur Erstellung eines zusammenfassenden Einsatzblatts führt.
- Schulung und Training des Personals
Um die Reaktionsfähigkeit des Personals im Notfall zu verbessern, muss der Notfallplan eines Seveso-Standorts regelmäßige Übungen sowie einen Plan für Weiterbildungen vorsehen. Der Betreiber oder sein Partner muss in der Lage sein, Schulungen zu allen identifizierten Problemen durchzuführen und Übungen vor Ort unter realistischen Bedingungen zu organisieren.
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| Sanierung eines Seveso-Standorts nach einem Unfall mit Auswirkungen auf die Umwelt. | ||
WEITERE INFORMATIONEN
- Séché Urgences Interventions: für alle Umweltnotfälle.
- Laden Sie die rechtlichen Änderungen nach Lubrizol auf der Website des Ministeriums für ökologischen Wandel herunter (PDF)
- Dekret Nr. 2020-1168 vom 24. September 2020 über die Vorschriften für Anlagen, in denen gefährliche Stoffe in solchen Mengen vorhanden sind, dass sie zu schweren Unfällen führen können





